Kantonsschule Hohe Promenade
Kantonsschule Hohe Promenade in Zürich ist ein Langgymnasium: der Einstieg erfolgt nach der 6. Primarklasse.
Standort
Heute: Hohe Promenade, seit 1913.
Angebot
Ab Schuljahr 2029/30 ersetzt der Kanton die sechs Profile durch zwölf Schwerpunktfächer, und gewählt wird dann beim Eintritt. Für den Eintritt 2027 und 2028 gelten die Profile noch.
- Altsprachlich: Latein (oder Griechisch)
- Neusprachlich: Englisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch
Anreise
Nächste Haltestelle: Zürich Stadelhofen. Wie lange der Weg dauert, hängt vom Wohnort ab.
Porträt
Die erste Stadtzürcher Töchterschule wurde 1774 in der Nähe der Predigergasse eröffnet und um 1830 mit der Schulreform aufgegeben. «Die Gründung der öffentlichen Töchterschule fiel dann auf das Jahr 1875.» Von 1875 bis 1975 gliederte sich die Höhere Töchterschule in zwei bis fünf Abteilungen; anfänglich wurden 375 Mädchen unterrichtet. Von 1875 bis 1973 wurden die «höheren Töchter» an 28 verschiedenen Standorten unterrichtet. Im Jahr 1976 wurde die Koedukation eingeführt, und die Städtische Töchterschule wurde zur Kantonsschule mit gemischtgeschlechtlichen Klassen. Quelle, abgerufen am 07.09.2026
1905 fasste der Stadtrat wegen Platznot am alten Standort beim Grossmünster ins Auge, das Gebiet des aufgehobenen Friedhofs Hohe Promenade oberhalb des Bellevues als Schulareal zu nutzen. Die Pläne des Zürcher ETH-Professors für Architektur Gustav Gull (1858 bis 1942) überzeugten 1906 die Bausektion der Stadt, vor allem wegen der Positionierung und der Grundrissgestaltung, aber auch wegen der klaren inneren Organisation. Im Mai 1912 begannen die Erdarbeiten auf dem Moränenhügel; das nach 17-monatiger Bauzeit fertiggestellte Gebäude erhielt 21 Klassenzimmer, drei Auditorien, einen Hörsaal, zwei Zeichnungssäle, einen Singsaal und ein kleineres Bibliothekszimmer. Zwei grosse Reliefs von Hans Gisler (1889 bis 1969) an der Nordostfassade beim ehemaligen Eingang und dekorative historische Elemente wie ein Brunnen im Treppenhaus von 1914 prägen den Bau. Von 2008 bis 2010 wurde das Schulhaus saniert, der Unterricht fand während dieser Zeit in Oerlikon statt. Quelle, abgerufen am 08.09.2026
Zu Beginn des Schuljahres 2024/25 zählte die Schule 823 Schüler:innen: 194 in der 1. und 162 in der 2. Klasse der Unterstufe, 126, 100, 117 und 124 in der 3. bis 6. Klasse der Oberstufe. Das Lehrer:innenkollegium umfasste zum selben Zeitpunkt 127 Personen: 84 Lehrkräfte mit unbefristeter Anstellung, 26 im Lehrauftragsverhältnis und 17 für Instrumentalunterricht und Sologesang. Quelle, abgerufen am 07.09.2026
Zur Profilwahl nach der zweiten Klasse schreibt die Schule: «Mit der Wahl eines sprachlichen Profils verbleiben die Schülerinnen und Schüler an der Hohen Promenade. Die Wahl eines nicht-sprachlichen Profils zieht den Wechsel an ein anderes Gymnasium nach sich.» Das letzte Schuljahr der sechsten Klassen heisst Wahlkursjahr; die Wahl von Spanisch oder Russisch macht die gewählte Sprache automatisch zum Schwerpunktfach für den ganzen Bildungsgang. Quelle, abgerufen am 07.09.2026
Zum 150-Jahr-Jubiläum liess die Schule Zeitzeug:innen aus zwei Generationen erzählen, unter ihnen die Publizistin Klara Obermüller (Matur 1959), Nationalrätin Jacqueline Badran (Matur 1980) und der Journalist Peer Teuwsen (Matur 1986). Quelle, abgerufen am 07.09.2026
Was diese Schule zusätzlich anbietet
Regelmässige Freifächer sind die Diplomkurse in Englisch und die Angebote in Sprachen, die nicht zum regulären Fächerkanon gehören, wie Chinesisch oder Arabisch. Als Musik- oder Sportangebot können Chor, Jazzband oder Streetdance als Freifach belegt werden. Quelle, abgerufen am 07.09.2026
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